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Das Nymphensittichheim - die wohl größte Herausforderung an den Halter! |
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Das Nymphensittichheim - die wohl größte Herausforderung an den Halter! |
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Vor der Aufnahme von Nymphensittiche stellt sich die Frage nach einer artgerechten Unterkunft und die damit verbundene Lebensqualität des Nymphensittichs. Wobei natürlich die Anzahl der Vögel eine wichtige Rolle spielt.
Wir unterscheiden hier grob verschiedene Haltungsformen:
- Käfighaltung (ein Fliegen ist darin nicht möglich), daher nur mit mehrstündigem Freiflug vertretbar
- Innenvoliere mit eingeschränkten (Freiflug sollte gewährleistet sein) bis sehr guten Flugmöglichkeiten
- Vogelzimmer mit permanentem Freiflug bzw. nächtliche Unterbringung in Schlafvolieren
- Außenvolieren mit sehr guten Flugmöglichkeiten .
Ein Schutzhaus muss hier vorhanden sein. Die Anzahl der Vögel sollte der Größe des Schutzhauses angepasst sein, damit es im Ausfall der Außenvoliere nicht zu Überbesatz im Schutzhaus kommt.
Es gilt der Grundsatz: Je mehr Platz, desto besser.
Je Breiter, desto mehr Spielraum steht für die Gestaltung des Innenraums zur Verfügung, z. B.
- Futterplatz / Flugraum
- Schlaf- und Spielecke
Günstig ist es, z. B. 1/3 mit Sitzästen und Spielzeug über mehrere Ebenen zu verteilen und 2/3 der Volie als Flugraum zur Verfügung zu stellen. So besteht weniger die Gefahr, dass die Vögel bei Flugversuchen im Spielzeug hängenbleiben. Unter dem Flugraum kann man dann die Futter- und Wasserstelle einrichten, die durch nicht vorhandene Sitzmöglichkeiten auch weniger verkotet werden.
In Betracht kommen bei den o. g. Haltungsformen die Selbstbauweise oder der Kauf eines bereits fertigen Produkts ("Stangenware", Maßanfertigung, Bausatz, etc.)
Bei allen Haltungsarten sollte Wert auf gute Qualität und Ungiftigkeit der Materialien gelegt werden.
Ungeeignet ist:
- der weit verbreitete "Hasendraht" Aufgrund seines Materials, seiner geringen Dicke und der daraus resultierenden Gesundheitsgefährdung (z. B. Verletzungen, Vergiftungen)
- ein Vogelheim mit Verzierungen, da sie meist nur der Optik dienen, oftmals aber eine Verletzungsgefahr (einklemmen) für die Vögel darstellen.
- ein Vogelheim mit Bögen und / oder Türmchen, da dies nur der Optik dient und den Vögeln wertvollen "Lebensraum" nimmt
- ein rundes Vogelheim. Es bietet wenig Platz zum Klettern, meist sind sie mehr hoch als breit, was dem natürlichen "Flugverhalten" nicht entspricht. In runden Käfigen können sich die Vögel sehr schlecht bis gar nicht orientieren.
- ein Spiegel und/oder ein Plastikvogel. Sie dienen dazu, einem Vogel in Einzelhaltung einen Partner vorzugaukeln, der nicht vorhanden ist. Dies führt in den meisten Fällen zu schweren Fehlprägungen und Verhaltensstörungen und ist aus Tierschutzgründen abzulehnen.
- die Verwendung von Plastik- und/oder Holzstangen gleichen Durchmessers. Sie bieten keine Möglichkeit, die Krallen abzunutzen. Zudem fehlt die Gymnastik für den "Fuß". Dadurch kommt es oft zu Fußballenveränderungen und einem unnatürlichen Wachstum der Krallen.
Empfehlenswert ist:
- das Vorhandensein genügend waagerechter Gitterstäbe am Vogelheim, da dies den Nymphensittichen das Klettern erleichtert.
- das Vorhandensein vieler und großer Türen am Vogelheim, da sie das intensive Säubern des Innenraums sehr erleichtern. Große Türen erleichtern den Nymphensittichen zudem auch das "Anfliegen" des Vogelheims nach Freiflug.
- die Verwendung von Bodenschalen (z. B. bei größeren Volieren). Hier könnte es auch sinnvoll sein, 2 Bodenschalen zu verwenden, da sich diese zwecks Säuberung besser hantieren lassen.
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im Dauereinsatz für Emilie & Arnold, Fritzi & Stella, Lilu, Pauli & Heinolinchen sowie die Pflaumen Duke & Lucie, Bubi und "Kleine" (Nie vergessen: Quincy, Smokey & Hanny) 
Petra
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Pek: 04.10.2007 15:17.
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02.10.2007
12:10 |
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Nachdem ich jetzt eine Zimmervoliere und einige Käfige gebaut habe möchte ich folgende Vorschläge machen:
Ein Käfig der statt Gitterstäben aus VA-Schweißgitter gefertigt ist verhindert, dass Nymphie bei nächtlichen Panikattacken mit einem Flügel zwischen die waagerechten Gitterstäbe kommt und sich schwere Verletzungen zufügen kann.
Ein Käfig in der die für ein Nymphiepaar geforderte Größe von 2m x 1m x 1m hat einen entscheidenden Nachteil. Er passt durch keine Zimmertür.
Man wird also wohl oder übel die Tiefe des Käfigs auf rund 80 cm beschränken müssen.
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Viele Grüße
Addi
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12.10.2008
19:57 |
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Hallo Pek,
den Anfang den hier gemacht hast finde ich wirklich super. Wollen wir da eventuell noch tiefer ins Detail gehen?
Man könnte ja mal Erfahrungen zusammen fassen und virtuell die ultimative Voli zusammen stellen.
Karsten
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12.10.2008
20:20 |
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@Jana
das mit der Zimmertür finde ich schon (sehr) wichtig. Wenn ich es meiner Voli mal richtig mit dem Kärcher besorgen will oder das Zimmer muss mal renoviert werden (bei uns zB. Parkett schleifen und versiegeln, dauer 3 Tage und stinkt wie Hund)
Karsten
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12.10.2008
21:10 |
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Da wir unsere Voli sehr oft auf die Terrasse schieben, war es für uns schon wichtig das sie durch die Tür geht. Da wir auch gerne etwas mehr Tiefe hätten, tüfteln wir gerade an einer ausziehbaren Voli (in der der Tiefe). So passt sie dann überall durch und wenn die Pieper mal ein paar Tage in der Voli bleiben müssen (Urlaub), haben sie für diese Zeit mehr Platz.
Schauen wir mal.
Karsten
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12.10.2008
22:24 |
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Die Lebensqualität der Nymphensittiche hat für mich auch die höchste Priorität. Deswegen meine ich auch, dass sie nicht in menschliche Haltung gehören und lehne jede Form von Zucht und Handel mit Nymphensittichen strikt ab. Das nur mal grundsätzlich.
Ich habe für Paul eine Voliere gebaut, als ich ihn nach abgeschlossener stationärer Psittakosebehandlung wegen der positiven PBFD- und Polyomabefunde zu Freunden in Quarantäne gegeben habe.
Dort hatte er keinen Freiflug und die Voliere durfte auch nicht beliebig groß werden. Das sie unzerlegt durch eine Zimmertür paßt war ebenfalls eine Bitte der Wohnungseigentümer. Sie hat deshalb Käfigmaße von 100 x 100 x 80 bei einer Gesamthöhe von 160 cm bekommen. Bei dieser Größe war es Paul sogar möglich, in der Voliere Kurven zu fliegen. Als er dann bei mit nach fast einem halben Jahr endlich Freiflug bekam, konnte er sicher fliegen und landen.
Das habe ich bei aufgenommenen Nymphies auch ganz anders erlebt.
Außerdem sollten sich die Kosten in Grenzen halten.
Ich denke, die Voliere die dabei herausgekommen ist (Eigenbauzimmervoliere), ist ein guter Kompromiß: Kostengünstig (ca 100 Eur), zerlegt in einem PKW zu transportieren, in der Wohnung zusammengebaut von Zimmer zu Zimmer rollbar und durch eine Kotschublade einigermaßen gut sauber zu halten.
Dank großer Türen läßt sich ein Nymphensittich auch gut in der Voliere fangen (da war ich wegen der Größe anfangs skeptisch).
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Viele Grüße
Addi
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13.10.2008
08:57 |
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